Forschungsprinzipien und methodischer Ansatz

Grundverständnis

Das Projekt basiert auf dem Anspruch, historische Sachverhalte quellenbasiert, nachvollziehbar und überprüfbar zu dokumentieren. Im Mittelpunkt steht nicht die narrative Darstellung, sondern die rekonstruktive Erfassung historischer Realität auf Grundlage belastbarer Primärquellen. Ziel ist die Schaffung einer dauerhaft referenzierbaren Arbeitsgrundlage, die sowohl für interessierte Laien als auch für die wissenschaftliche Forschung nutzbar ist.

Primärquellenorientierung

Die Bearbeitung erfolgt konsequent primärquellenbasiert. Dazu zählen insbesondere:

Sekundärliteratur wird ergänzend herangezogen, jedoch nicht als alleinige Beleggrundlage verwendet.

Jede Aussage soll — soweit möglich — auf eine konkret nachweisbare Quelle zurückführbar sein.

Quellenkritik und Validierung

Alle verwendeten Quellen unterliegen einer kritischen Bewertung hinsichtlich:

Zentrale methodische Grundlage ist das Prinzip der Mehrfachvalidierung:

Eine Aussage gilt erst dann als belastbar, wenn sie durch mehrere unabhängige Quellen gestützt wird.

Insbesondere die Kombination aus:

ermöglicht eine hohe Aussagequalität.

Georeferenzierung und Raumbezug

Ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit ist die exakte räumliche Verortung historischer Objekte.

Die Georeferenzierung erfolgt durch:

Dies ermöglicht:

Fokus auf schwere Flakstellungen

Die Beschränkung auf schwere Flakbatterien erfolgt aus methodischen Gründen:

Leichte und mittlere Flak unterlagen häufigen Standortwechseln und sind daher nur eingeschränkt rekonstruierbar.

Schwere Flakstellungen hingegen:

Diese Auswahl erhöht die Nachvollziehbarkeit und wissenschaftliche Belastbarkeit der Ergebnisse.

Dokumentationsstandard

Für jede Flakstellung wird ein einheitlicher Dokumentationsansatz verfolgt, bestehend aus:

Ziel ist eine standardisierte und vergleichbare Datenerfassung über alle Einträge hinweg.

Transparenz und Nachvollziehbarkeit

Alle Arbeitsschritte sollen für Dritte nachvollziehbar sein. Dazu gehören:

Das Projekt versteht sich ausdrücklich als offene Forschungsdokumentation, nicht als abgeschlossene Darstellung.

Arbeitsweise

Die Bearbeitung erfolgt in kontinuierlichen, zeitlich begrenzten Arbeitseinheiten.

Diese Form der kleinschrittigen Forschung ermöglicht eine langfristige und systematische Erschließung des Themenfeldes, insbesondere im Kontext zunehmender Digitalisierung von Archivbeständen.

Einordnung

Das Projekt bewegt sich an der Schnittstelle zwischen:

Es verfolgt keinen rein narrativen Ansatz, sondern versteht sich als empirisch fundierte Grundlagenarbeit, die weiterführende Forschung ermöglicht und unterstützt.


Erstellt: 22.02.2026 von Guido Janthor